Kundgebung gegen Rassismus am 28. Januar 2015

Morgen findet wieder eine Kundgebung gegen Rassismus und für eine offene sowie solidarische Gesellschaft in Hohenschönhausen statt:

  • Wann: Mittwoch, 28.01.2015, ab 18:00 Uhr
  • Wo: Egon-Erwin-Kisch-Str. (Vor dem Bürgeramt, nähe S-Bhf. Hohenschönhausen)

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft – anlässlich des von Neonazis angemeldeten Aufmarsches – zu einer Gegenkundgebung auf:

Seit Dezember 2014 kommt es regelmäßig zu rassistischen Mobilisierungen in Hohenschönhausen. Der Protest richtetet sich gegen die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften in Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen. Bereits viermal fanden Neonazi-Aufmärsche statt, die vor allem von der NPD und ihrem Umfeld organisiert wurden. Dazu gab es zahlreiche kleinere Kundgebungen, u.a. von Pro Deutschland. Hand in Hand verbreiten Anwohner und (organisierte) Neonazis ein Klima des Hasses. Selbst vor offenen Gewalt- und Mordaufrufen wird nicht mehr zurückgeschreckt. Diese stellen gerade für die Bewohner*innen der Notunterkunft in Neu-Hohenschönhausen eine enorme Gefahr dar.

Durch antifaschistische Interventionen konnten die Aufmärsche mit teilweise über zweihundert Teilnehmer_innen stark behindert werden. Jetzt mussten die Neonazis ihren wöchentlichen Aufmarschtermin von Dienstag auf Mittwoch verschieben. An diesen Erfolg müssen wir anknüpfen!
Deshalb kommt am Mittwoch, den 28.01.2015, alle nach Hohenschönhausen. Lasst uns gemeinsam auch den neuen Termin der Rassist_innen zum Desaster machen.

Kundgebung:
18:00 Uhr – Egon-Erwin-Kisch-Str. (Vor dem Bürgeramt, Nähe S-Bhf. Hohenschönhausen)

Mit musikalischer Unterstützung: Mal Elévé, Sänger von Irie Révoltés

Wir Piraten Lichtenberg unterstützen den Aufruf vom Lichtenberger „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ und zeigen uns solidarisch mit den Flüchtlingen in Lichtenberg und ganz Berlin.

Wir werden zeigen, dass wir rechtsradikalen Meinungen, Organisationen und Parteien keinen Platz bieten wollen und rufen deswegen alle auf, sich an der Gegenkundgebung am 28. Januar zahlreich zu beteiligen. Kommt auch ihr vorbei, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen.

„Wir sagen klar und deutlich: Refugees are welcome – auch in Lichtenberg!“

Solidarität mit Geflüchteten am 16. Dezember in Falkenberg

*** Update 14.12.2014 ***

Aktueller Stand zu den Gegenprotesten am 16.12. in Hohenschönhausen (indymedia):

  • Route der Heimgegner (ab 19 Uhr): Egon-Erwin-Kisch-Straße (Netto Supermarkt) – Grevesmühlener Straße – Falkenberger Chaussee – Pablo-Picasso-Straße – Randowstraße – Welsestraße – Falkenberger Chaussee – Dorfstraße – Hausvaterweg – Schwarzwurzelweg – S-Bahnhof Ahrensfelde.
  • Karte mit der Route und den Gegenkundgebungen:Route der Heimgegner und Gegenkundgebungen

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Derzeit wird intensiv über die geplante Containerunterkunft für Flüchtlinge in Falkenberg gesprochen. Zwar halten wir Piraten den Standort für ungeeignet (siehe auch der Blogbeitrag der Fraktion PIRATEN Lichtenberg: „Containerlager in Berlin Lichtenberg“). Trotz dessen verdienen die Geflüchteten unsere uneingeschränkte Solidarität.

Nun planen rechtsextreme Gruppen für Dienstag, den 16.12.2014, einen Aufmarsch gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Falkenberg. Sie wollen Verunsicherung und Ängste von Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre menschenverachtende Ideologie ausnutzen und Stimmung gegen Menschen in Not machen.

Wir Piraten Lichtenberg unterstützen den Aufruf vom Lichtenberger „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ und zeigen uns solidarisch mit den Flüchtlingen in Lichtenberg und ganz Berlin:

Willkommen in Lichtenberg – Solidarität mit Flüchtlingen!

In der letzten Zeit sind viele Menschen geflohen vor Krieg, Hunger, Diskriminierung, Bedrohung und Not. Flucht bedeutet, dass man sein zu Hause aufgibt und sich auf einen langen, gefährlichen Weg macht für ein besseres Leben – viel lässt man zurück.

Am Dienstag den 16. Dezember wird unter anderem über die Facebookseite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“ zu einer Demonstration ab 19 Uhr aufgerufen. Treffpunkt der Heimgegner ist der netto-Parkplatz Egon-Erwin-Kisch-Straße Ecke Falkenberger Chaussee.

Anmelder ist ein Mann aus Köpenick. Die Facebook-Seite ist Teil eines rassistischen Netzwerkes in Berlin, das unter dem Label „Berlin wehrt sich“ agiert und maßgeblich von organisierten Rechtsextremen getragen wird.

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft dazu auf am Dienstag den 16. Dezember Solidarität mit Flüchtlingen zu zeigen. Allein durch den Krieg in Syrien wurden 2,8 Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Einige von ihnen werden ab 2015 auch in Falkenberg ein neues zu Hause und Schutz finden. Dort entsteht im Hausvaterweg ein sogenanntes Containerdorf für 240 Flüchtlinge. Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert und beinhaltet den Schutz der Person und die Bereitstellung von Mitteln zur Existenzsicherung, wie zum Beispiel eine Unterkunft.

Unser Ziel ist es nicht, die Debatte über die Unterbringung von Flüchtlingen durch Demonstrationen zu ersetzen. Wir wollen jedoch deutlich machen, dass Rassismus und Ausgrenzung in Falkenberg und anderswo keinen Platz hat.

Darum ruft das Lichtenberger Bündnis auf, sich an den Kundgebungen für die Flüchtlinge zu beteiligen und nicht an der Demonstration gegen sie, denn Lichtenberg ist ein weltoffener und toleranter Bezirk.

Um an den Protesten teilzunehmen, kommen Sie am 16.12.2014 um 18:00 Uhr zu folgenden Kundgebungen:

  • 1. In der Nähe des Startpunkts (ab 18 Uhr): Pablo-Picasso-Str. Ecke Falkenberger Chaussee
  • 2. Vor der Fritz-Reuter-Oberschule (ab 18 Uhr): Prendenerstraße Ecke Falkenberger Chaussee

Weitere Anlaufpunkte:

  • 3. Vor der Welsegalerie 2 (ab 18 Uhr): Vincent-van-Gogh-Str. Ecke Randowstraße
  • 4. Vor dem geplanten Containerdorf (ab 19 Uhr): Hausvaterweg Ecke Dorfstraße
  • 5. Am Ende der Route (ab 20 Uhr): Märkische Allee Ecke Klandorfer Straße

Wir werden zeigen, dass wir rechtsextremen Meinungen, Organisationen und Parteien keinen Platz bieten wollen und rufen deswegen alle auf, sich an den Gegenkundgebungen am 16. Dezember zahlreich zu beteiligen. Kommt auch ihr vorbei, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen.

„Wir sagen klar und deutlich: Refugees are welcome – auch in Lichtenberg!“

Flyer in Farbe (pdf)
Flyer in Schwarzweiß (pdf)

Aktionstag „Bunter Wind für Lichtenberg“ am 16. April 2013

Bunter Wind für Lichtenberg

Die Piraten Lichtenberg unterstützen den Aktionstag „Bunter Wind für Lichtenberg“ am 16. April 2013.

Unter dem Motto „Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz“ setzt die Bundesregierung am 16. April 2013 ein deutliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt und gegen Rechtsextremismus. Auch der Bezirk Lichtenberg wird sich an diesem Aktionstag unter dem Motto „Bunter Wind für Lichtenberg“ mit mehr als 15 Veranstaltungen beteiligen. Ziel ist es, das Engagement für Demokratie und Toleranz in Lichtenberg sichtbar zu machen und möglichst viele Mitbürger*innen zu zivilgesellschaftlichem Engagement zu ermutigen.

In den drei Lichtenberger Aktionsgebieten werden zahlreiche Filmvorführungen, Gesprächsrunden, Vorträge, Ausstellungen, Lesungen und Musikveranstaltungen angeboten:

Hohenschönhausen Nord

So gibt es beispielsweise im Kino CineMotion die Ausstellung „Mein Kind ist rechts. Was kann ich tun?“ mit einem Infostand und ab 18.15 Uhr wird am Brunnenplatz neben dem Kino eine Menschenkette für Demokratie, Toleranz, Selbstbestimmung und Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt in allen Formen gebildet.

Hohenschönhausen Süd

Im Interkulturellen Garten finden zahlreiche Veranstaltungen statt, u.a. wird gemeinsam mit Flüchtlingen ein neues Rosenbeet angelegt, ein ehemaliger Flüchtling aus Togo berichtet über seine Erfahrungen und ab 18.00 Uhr gibt es ein Lagefeuer und jeder kann sich Stockbrot backen. Im Wohnheim Werneuchener Straße wird es eine Ausstellung mit anschließender Diskussion zur Geschichte des Flüchtlingsheimes Gehrenseestraße geben, es werden Kurzfilme über Flucht und Migration gezeigt und es gibt zahlreiche Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien.

Lichtenberg Mitte

Im Jugendklub ProFiHaus findet eine Infoveranstaltung und Lesung zum Thema „Neue Nazis – jenseits der NPD“ statt und im Interkulturellen Bildungszentrum gibt es „Allerlei Vietnamesisches“ mit Musik, Tanz, Kunst und Kultur. In einem Zeitzeugengespräch berichtet Vera Friedländer in der KULTschule von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde bietet einen Familiennachmittag, die Filmvorführung von „Adams Äpfel“ und am Vortag des NSU-Prozessbeginns die Lesung „Terror von rechts. Die Nazi-Morde und das Versagen der Politik“ an. Ab 20.00 Uhr wird im Jugendfunkhaus eine Internet-Radiosendung inklusive Live-Musik produziert, jeder kann hier live dabei sein.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei!

Weitere Informationen zum Aktionstag und allen Veranstaltungen finden sich unter www.aktionstag.tk.

 

9. März – Aktionstag gegen Neonaziläden und rechten Lifestyle

Aktionstag 09.03. Banner

 

Die Piraten in Lichtenberg unterstützen den Aufruf zum Aktionstag gegen Neonaziläden und rechten Lifestyle am 9. März 2013. Die Initiative wird von ‚Kein Kiez für Nazis! (Nordost-Berlin)‘ und der ‚Initiative gegen rechts (Friedrichshain)‘ organisiert.

Die Marke „Thor Steinar“ ist seit Jahren auch der breiten Zivilgesellschaft als neonazistische Kleidungsmarke bekannt. Durch den hartnäckigen Einsatz langjähriger antifaschistischer Kampagnen ist es gelungen, das Label aus dem normalen Einzelhandel zu verdrängen. Bisher konnte allerdings noch nicht erreicht werden, dass auch die markeneigenen Läden, wie es sie noch in Weißensee und Friedrichshain gibt, endgültig schließen.

Daneben gewinnt eine weitere Marke, „Label 23“, an Zuspruch unter Neonazis. Kein Wunder, sind doch die Macher in vielfältiger Weise mit der Szene verbunden. Aktiv und energisch muss auch hier dafür gesorgt werden, dass Geschäfte diese Marke nicht weiter vertreiben. In Hohenschönhausen ist es heute leider noch der Fall.

Daher rufen wir alle Menschen dazu auf, sich friedlich und laut vor Ort zu engagieren und ein deutliches Zeichen zu setzen: Kein Fußbreit für Neonazis!

Samstag, 9. März 2013:

  • Hohenschönhausen: Kundgebung, 12 Uhr, Linden-Center
  • Weißensee: Demo, 14 Uhr, Antonplatz
  • Friedrichshain: Demo, 16 Uhr, S-Bhf. Frankfurter Allee

Neben zahlreichen Initiativen und Parteien unterstützen auch die Fraktion PIRATEN Lichtenberg und die Piratenfraktion Friedrichshain-Kreuzberg den Aktionstag.

Update 08.03.2013:

Auch die Piraten in Pankow unterstützen den Aktionstag und rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf.