Kandidatenvorstellung: Wieland Wilkniss

In einer losen Reihe werde wir hier unsere Kandidaten für die Wahlen 2021 mit Hilfe eines Fragebogens, den sie beantwortet haben, vorstellen. Den Anfang macht Wieland Wilkniss, Kandidat auf den Landeslisten für den Bundestag (Platz 10) und das Abgeordnetenhaus (Platz 11).

Frage: Wie lange bist du Pirat?
Wieland: Seit Dez. 2015

Frage: Wie kamst du zu den PIRATEN?
Wieland: Habe in Steglitz-Zehlendorf das Büro von Faxe [Anm. d. Red.: Abgeordneter Gerwald Claus-Brunner] besucht und seinem 1½-stündigen Monolog, mit wenigen Zwischenfragen meinerseits, gelauscht. Ich bekam ein Grundsatzprogramm. Trotz mancher Schwächen war ich sofort überzeugt von der Richtung. Zog um nach Schöneberg und besuchte das Büro von Alex und Simon [Anm. d. Red.: Abgeordnete Alexander Spies und Simon Kowalewski] und habe mich sofort wohlgefühlt in der Guybrush Threepwood Crew.

Frage: Welches sind deine Themen?
Wieland: Freiheit, Würde, Teilhabe, Transparenz
(von Hause aus auch Wirtschaft, Vernetzung, Verkaufen und Hochbau)

Frage: Wieso bist du noch/wieder da?
Wieland: Fühle mich immer noch etwas als Neupirat unter Alexanders [Anm. d. Red.: Alexander Spies, ehem. Vorsitzender der Piratenfraktion im Abgeordnetenhas] Fittichen, ging es langsam an. Seit letztem Jahr tue ich mich zunehmend bundesweit um, aktuell in der Wahlkampf-Koordination bundesweit, seit anfang an in der Berliner Wahlkampf-Koordination. (Dank an Alexanders Voraussicht und seine und FJs [Anm. d. Red.: Franz-Josef Schmitt, Politischer Geschäftsführer der PIRATEN BERLIN] Unermüdlichkeit.) Derzeit fast ein Volljob. Macht tierisch Spaß, stoße dafür zunehmend auf Widerstand. (Immer diese Lager innerhalb der Partei.)

Frage: Was willst Du im Bundestag erreichen?
Wieland: Am liebsten das Regierungssystem, wie es das GG vorsieht, kippen. Werden sich keine Mehrheiten finden, warum wohl? Die Struktur des EU-Parlaments ist zukunftsweisend, wenn auch nicht perfekt. 5%-Hürde und Regierungsbildung ist alles Quatsch, hat in der Vergangenheit oft nicht funktioniert, undemokratisch etc. p.p. Alle Macht den Ausschüssen ☺, möge die beste Idee gewinnen. Leider noch recht praxisfern, zu kompliziert. s.u.

Frage: Was ist für Dich das wichtigste Thema für die kommenden Jahre?
Wieland: Klima, sprich unsere Lebensgrundlagen und die der Tiere, Pflanzen. Der Einfluß des Menschen muss stark eingeschränkt werden.

Frage: Was muss sich unbedingt ändern, damit es besser wird?
Wieland: Wichtiger ist aber eigentlich die Voraussetzungen zu schaffen, dass das erreicht wird. Einigung unter den Staaten, in den Parlamenten, bessere Strukturen, klare Leitlinien (per Gesetz). Die Richtigen engagieren, die Ahnung haben und Weisungsrecht, aber auch Rechenschaftspflichten usw. (Keine Parlamentarier!) Politik als Prozess statt Reförmchen an Reförmchen. Wandel in die Hände außerparlamentarischer Profis. Politik ebnet den Weg, gibt Richtungen vor, kontrolliert, ist aber nicht in der Lage dies selbst umzusetzen. Dr. Quaschnigg [Anm. d. Red.: Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin] berät den Berliner Senat, wird aber nur ausgebremst, kann selber nichts tun, weiß aber wie es geht. Wir brauchen gute Parameter und weniger Gesetze.

Frage: Was machst Du in Deiner Freizeit am liebsten?
Wieland: Filme, Bücher, Kinder, Lieben und Piratisches. Ich betrachte Einkaufen und Putzen als Arbeit.

Frage: Warum ausgerechnet PIRATEN?
Wieland: War grün als Konsequenz aus 65ers (Hippies), 68ers, Ökos und einer Prise Punk und Bohemian. Hat nicht funktioniert. Hätte mich niemals als Frau dafür entschuldigt, dass ich in meiner Jugend Indianerhäuptling werden wollte. Bei den Grünen scheint man das zu müssen. (So zuletzt auf Twitter.)

Frage: Was ist Deine Lieblingsspeise?
Wieland: Rosa Kartoffelmus, selbstgekochte Readymades (Ein Kochtopf, schnippeln, kochen, fertig.), mediterran.

Frage: Welches Kinderlied kennst Du?
Wieland: Das Piratenschiff liegt immer noch im Hafen, die Piraten haben offenbar verschlafen . . . . . . (Die Piraten)

Frage: Wie stellst Du Dir Europa in 20 Jahren vor?
Wieland: Ohne Staaten, ohne Parteien.

Frage: Was muss geschehen, damit Deine Enkel hier gut leben können?
Wieland: Vielzuvielzuviel.

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